
Das digitale Konzept
Was braucht Kirche in Thüringen digital? Und wie lässt sich das so bauen, dass Ehrenamtliche es selbst pflegen können?
Vom Lesen zum Kontakt
Eine kleine Plattform.
Katholisch Thüringen verbindet Wissen, Gemeinden und Menschen. Du kannst eine Frage nachlesen, einen Begriff nachschlagen, einen Gottesdienst finden oder Kontakt zur Runde aufnehmen. Gemeinden bekommen einen Ort, an dem sie ihre eigenen Angaben aktuell halten können.
Dahinter stehen fünf Schichten. Die meisten sind bereits in Betrieb. Bei der Automatisierung läuft bisher ein konkreter Ablauf für Gemeindeanfragen; weitere Verbindungen werden aufgebaut. Die Kennzeichnung auf dieser Seite unterscheidet beides.
01 · So funktioniert es
In BetriebLesen, auch ohne JavaScript
Die öffentliche Website entsteht mit Next.js und läuft auf Vercel. Artikel und Glossarbegriffe stehen als vollständiger Text im ausgelieferten HTML. Gemeindeseiten werden auf dem Server erzeugt und zwischengespeichert. Du musst nicht auf nachgeladenen Text warten.
Unsere Entscheidung: Auffindbarkeit gehört zum Aufbau, nicht erst zum letzten Feinschliff. Eine gemeinsame Liste erzeugt die Sitemap und die Leseverzeichnisse llms.txt und llms-full.txt. Strukturierte Daten beschreiben Artikel, Begriffe und Seiten. Öffentliche Inhalte sind für Suchmaschinen und KI-Crawler zugänglich; Portal und interne Abläufe bleiben aus dem Suchindex.
Die Gemeindekarte ist eine eigene Darstellung statt einer eingebetteten Google-Karte. Für sie ist keine Verbindung zu Google Maps nötig. Davon getrennt ist die freiwillige Webanalyse: Google Analytics lädt erst, wenn du im Einwilligungsbanner zustimmst.
Für die Bedienung verwenden wir beschriftete Links, sichtbaren Tastaturfokus und einen Modus, der weniger Bewegung berücksichtigt. Gute Kontraste und verständliche Seiten bleiben eine Aufgabe bei jeder Erweiterung.



02 · So funktioniert es
In BetriebEine Gemeinde pflegt ihre Seite selbst
Das Gemeinde-Portal ist das eigene Redaktionssystem der Plattform. Es ordnet Aufgaben nach dem Alltag: Gottesdienst absagen, Termin eintragen, Neuigkeit schreiben oder Pfarrbrief hochladen. Ein kleiner Seitenbaukasten ergänzt die gemeinsamen Angaben, ohne dass jede Gemeinde ihre Seite von Grund auf gestalten muss.
Unsere Entscheidung: Eine häufige Aufgabe soll mit wenigen verständlichen Schritten erledigt sein. Knöpfe tragen Wörter, Dialoge zeigen den nächsten Schritt und die öffentliche Seite lässt sich direkt ansehen. Die Anmeldung funktioniert ohne Passwort: per E-Mail kommt ein sechsstelliger, einmal verwendbarer Code, der zehn Minuten gilt. Zugänge werden einer Gemeinde zugeordnet.
Neue Gemeinde-Beitritte prüft die Redaktion im Portal. Angenommene Gemeinden können ihre Angaben selbst veröffentlichen. Ein kurzfristiger Gottesdienstausfall wartet daher nicht auf eine zusätzliche redaktionelle Freigabe. Aufnahmen, Zugänge und alltägliche Inhaltsänderungen sind unterschiedliche Vorgänge.
Das Portal ist angebunden. Viele sichtbare Gemeindedaten sind derzeit ausdrücklich Beispiele; Angaben echter Gemeinden, die noch geprüft werden, sind entsprechend gekennzeichnet.



03 · So funktioniert es
In BetriebEin Datenbestand, klare Zuständigkeiten
Supabase in Frankfurt hält Gemeindedaten, Zugänge, Formular-Eingänge und Newsletter-Anmeldungen zusammen. Gottesdienste und Ausnahmen gehören zu derselben Gemeinde wie Termine, Kirchorte und Neuigkeiten. Die Wissensartikel und Glossarbegriffe liegen dagegen als versionierte Textdateien im Website-Projekt.
Unsere Entscheidung: Wer etwas pflegen darf, wird in der Datenbank festgelegt. Regeln für einzelne Datensätze, die sogenannte Row Level Security, grenzen Gemeinderechte und Redaktionsrechte voneinander ab. Private Formular-Eingänge gehören nicht in den öffentlichen Lesezugriff.
Die öffentliche Datenabfrage schließt Entwürfe aus. Auch Angaben mit dem Status „zu prüfen“ können mit einem Hinweis sichtbar sein. Für den Suchindex gilt eine strengere Auswahl: Nur veröffentlichte, echte Gemeinden kommen in die Sitemap; Beispiele und noch zu prüfende Gemeinden bleiben ausgeschlossen. Sichtbarkeit und Indexierung sind also zwei getrennte Entscheidungen.
Anfragen können etwas über den Glauben einer Person verraten. Deshalb fragen die betreffenden Formulare ausdrücklich nach der Einwilligung. Namen und Kontaktangaben werden nicht als offene Projektstatistik veröffentlicht. Personen auf Gemeindeseiten brauchen eine dokumentierte Einwilligung.


04 · So funktioniert es
In BetriebEine Meldung, eine menschliche Entscheidung
Ein n8n-Ablauf meldet neue Gemeinde-Beitrittsanfragen an die Redaktion in Telegram. Die Nachricht enthält einen Link auf das geschützte Portal. Die Prüfung und die Entscheidung bleiben dort bei einem Menschen.
Unsere Entscheidung: Eine Benachrichtigung soll aufmerksam machen und nicht noch eine zweite Sammlung persönlicher Anfragen anlegen. Der aktuelle Ablauf übermittelt im Telegram-Text keine Namen, Kontaktdaten oder Formularinhalte. Ein geschützter Aufruf verbindet Website und n8n. Dieser Ablauf gehört zum Gemeinde-Beitritt; Anfragen für die Runde nutzen den Formular- und E-Mail-Weg.


Weitere Abläufe wachsen noch
Eine Projektablage in Google Drive ist vorbereitet. Weitere Abläufe zwischen Ablage, Redaktion und Kommunikation werden noch aufgebaut. Die vorhandene Ablage ist kein Nachweis für eine automatische Synchronisierung. Über diese Schritte berichten wir, wenn sie tatsächlich laufen.

05 · So funktioniert es
In BetriebE-Mail mit einem klaren Anlass
Resend versendet die E-Mails der Plattform: Anmeldecodes, Eingangsbestätigungen und Newsletter. Antworten gehen an das Projektpostfach. Formulare werden in Supabase gespeichert und der Redaktion gemeldet; eine Bestätigung spiegelt keine sensiblen Formularinhalte zurück.
Unsere Entscheidung: Eine Newsletter-Anmeldung wird erst nach der Bestätigung per E-Mail wirksam. Die Empfängerliste liegt in Supabase. Die Redaktion schreibt einen Entwurf, kann eine Testmail senden und gibt eine Ausgabe ausdrücklich zum Versand frei. Jede Newsletter-Mail hat einen eigenen Abmeldeweg.
Die Versandtechnik ist eingerichtet und Projekt- sowie Testmails wurden zugestellt. Das bedeutet noch nicht, dass bereits regelmäßig Ausgaben an eine größere Leserschaft verschickt werden. Inhalte, Rhythmus und Redaktion müssen mit dem Projekt wachsen.
Öffentliche Neuigkeiten und E-Mails ergänzen sich: Nicht jede Information braucht einen Newsletter, und wichtige Änderungen gehören weiterhin auf die Gemeindeseite.
Zum NewsletterAus dem laufenden Projekt
Zahlen aus dem Seitenbestand.
- 270
- Seiten in der Sitemap
- 144
- Artikel
- 89
- Glossarbegriffe
- 347.887
- Wörter in Artikeln, Glossar und Themenhubs
Diese Zahlen werden aus veröffentlichten Inhalten und dem gemeinsamen Sitemap-Verzeichnis berechnet. Der Wortbestand zählt die Textkörper der Artikel, Glossarbegriffe und Themenhubs; Menüs und Formulartexte sind darin nicht enthalten. Die Screenshots weiter oben dokumentieren frühere Messungen und Deployments.
Für Gemeinden
Was du davon übernehmen kannst.
- Beginne mit den häufigsten Fragen: Wann ist Gottesdienst, wo ist die Kirche und wen erreiche ich?
- Pflege einen Gottesdienst und seine Ausnahmen an einer Stelle, statt widersprüchliche Kopien zu verteilen.
- Gib jeder Aufgabe eine zuständige Person und einen klaren Weg zur Veröffentlichung.
- Schreibe auf Knöpfe, was passiert. Prüfe die Seite auch auf einem kleinen Bildschirm und mit der Tastatur.
- Veröffentliche Personen, Fotos und Kontaktangaben nur mit geklärter Einwilligung und Zuständigkeit.
- Halte öffentliche Informationen im ausgelieferten HTML und verwende stabile, verständliche Adressen.
- Automatisiere die Erinnerung an eine Aufgabe; lass Entscheidungen, die Menschen betreffen, bei Menschen.
Offen benannt
Wer das gebaut hat.
Einer von uns, Felix, führt die Digitalagentur Akuma Digital aus Gera und Jena. Sie hat das digitale Konzept entwickelt und die Plattform umgesetzt.
Ein privates Projekt von Freunden aus Thüringen. Wir sind kein Verein und sprechen nicht im Namen eines Bistums. Die Offenlegung erklärt, wer die Umsetzung übernimmt. Sie ist keine kirchliche Beauftragung oder Freigabe.




