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Du sollst für eine Taufe, eine Hochzeit oder eine Beerdigung Fürbitten schreiben und weißt nicht, wie? Fürbitten sind kurze Gebete, in denen die Gemeinde für andere vor Gott eintritt. Hier findest du Vorlagen zum Anpassen und alles, was du brauchst, um eigene Worte zu finden.

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Drei Texte.Einer passt vielleicht.
Fürbitten zur Hochzeit: Vorlagen für die kirchliche TrauungFürbitten zur Hochzeit: 36 eigene Vorlagen, klassisch, modern und kurz, für Verstorbene und ökumenische Trauungen, dazu Aufbau und wer sie vorliest.WeiterlesenViele stehen irgendwann vor dieser Aufgabe. Die Schwester lässt ihr Kind taufen, der beste Freund heiratet, die Oma ist gestorben. Und dann kommt die Frage: „Kannst du die Fürbitten übernehmen?“ Du sagst ja und merkst erst danach, dass du nicht genau weißt, was Fürbitten eigentlich sind.
Fürbitten sind kurze Gebete für andere Menschen. Sie sind keine Rede und keine Predigt. Wer sie schreibt, leiht der ganzen Gemeinde für einen Moment die Worte. Diese Seite erklärt dir, wie sie aufgebaut sind, und führt zu den Vorlagen für die drei häufigsten Anlässe.
Was sind Fürbitten?
Fürbitten sind das Gebet der Gemeinde für die Anliegen der Kirche, der Welt und der Menschen vor Ort. In der Heiligen Messe stehen sie am Ende des Wortgottesdienstes, nach Evangelium, Predigt und Glaubensbekenntnis. Das Zweite Vatikanische Konzil hat dieses „Allgemeine Gebet“ 1963 ausdrücklich wieder in die Messe geholt (Sacrosanctum Concilium 53).
Die Idee ist viel älter. Schon der erste Timotheusbrief fordert dazu auf, für alle Menschen zu beten, ausdrücklich auch für die Mächtigen (1 Tim 2,1–2). Der Katechismus sagt, dass niemand dabei nur an sich denkt: Wer für andere bittet, betet sogar für die, die ihm schaden (KKK 2635).
Fürbitten sind kein Ort für Botschaften an die Anwesenden. Wer über andere urteilt, betet nicht mehr für sie.
Nicht verwechseln: Wenn Katholiken Heilige um ihre Fürsprache bitten, ist das eine andere Form. Warum sie das tun, erklärt der Text Warum beten wir zu Heiligen?.
Wie sind Fürbitten aufgebaut?
Jedes Fürbittgebet hat vier Teile. Die Liturgie gibt den Rahmen vor, die Worte in der Mitte darfst du selbst finden.
- EinleitungDer Priester oder Diakon lädt die Gemeinde zum Gebet ein, meist mit einem Satz.
- Die BittenVier bis sechs kurze Anliegen, vorgetragen von Lektoren, Angehörigen oder Freunden. Jede Bitte gilt einer Gruppe oder einem Anliegen.
- Der Ruf der GemeindeNach jeder Bitte antworten alle, zum Beispiel: „Wir bitten dich, erhöre uns.“
- AbschlussDer Priester fasst alles in einem Gebet zusammen, die Gemeinde antwortet mit Amen.
Üblich ist eine Reihenfolge: für die Kirche, für die Welt und die Regierenden, für Menschen in Not, für die Gemeinde vor Ort. Bei Taufe, Trauung oder Beerdigung darf der Anlass stärker im Mittelpunkt stehen.
Vorlagen für Taufe, Hochzeit und Beerdigung
Die meisten suchen Fürbitten für einen bestimmten Tag. Am häufigsten ist die Taufe. In den Fürbitten zur Taufe findest du Bitten für das Kind, die Eltern, die Paten und die ganze Familie. Was bei der Taufe selbst geschieht, erklärt ein eigener Text. Einen passenden Bibelvers für die Feier findest du bei den Taufsprüchen.
Für die kirchliche Trauung gibt es die Fürbitten zur Hochzeit, klassisch und modern, auch für konfessionsverbindende Paare. Was die Kirche unter der Ehe versteht, liest du im Katechismus-Teil.
Am schwersten ist es beim Abschied. Die Fürbitten zur Beerdigung helfen, wenn jemand nach einem langen Leben gestorben ist, plötzlich oder viel zu jung. Wenn dir eher ein stilles Gebet fehlt, findest du es beim Gebet für Verstorbene.
So schreibst du eigene Fürbitten
Vorlagen sind ein Anfang. Am stärksten wirken Bitten, in denen man die Menschen wiedererkennt.
- Denk an echte Menschen. Wer sitzt in der Kirche? Wer fehlt? Wofür bräuchten sie gerade Kraft?
- Eine Bitte, ein Gedanke. Ein, zwei Sätze genügen. Beim einmaligen Hören muss man sie verstehen.
- Bitte, statt zu belehren. Nicht „dass die Politiker endlich …“, sondern „für alle, die Verantwortung tragen“.
- Lies alles einmal laut. Was stockt, kürzt du.
- Sprich mit der Gemeinde. Das Pfarrbüro weiß, wer liest und was üblich ist. Deine Pfarrei findest du über die Gemeindesuche.
Weitere Gebete für jeden Tag stehen in unserer Sammlung der Gebete. Du musst kein Profi sein, um für andere zu beten. Es reicht, dass sie dir wichtig sind.
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Was sind Fürbitten?
Fürbitten sind Gebete, in denen Christen für andere Menschen und Anliegen zu Gott beten. In der katholischen Messe heißen sie „Allgemeines Gebet“ oder „Gebet der Gläubigen“ und stehen nach Evangelium, Predigt und Glaubensbekenntnis. Der Priester lädt ein, Lektoren oder Angehörige tragen die Bitten vor, die Gemeinde antwortet, und der Priester schließt mit einem Gebet ab.
Wie viele Fürbitten sollte man schreiben?
Üblich sind vier bis sechs. Das reicht, um die wichtigsten Anliegen zu nennen, ohne dass die Gemeinde beim Zuhören den Faden verliert. Jede Bitte sollte nur eine Personengruppe oder ein Anliegen enthalten und in ein, zwei Sätzen gesagt sein. Sprich die genaue Zahl und die Reihenfolge vorher mit dem Priester oder dem Pfarrbüro ab.
Wer liest die Fürbitten vor?
Einleitung und Schlussgebet spricht der Priester oder Diakon. Die einzelnen Bitten tragen Lektoren oder andere Mitfeiernde vor. Bei Taufe, Hochzeit und Beerdigung übernehmen das oft Paten, Geschwister, Trauzeugen, Freunde oder Enkel. Gut ist, wenn mehrere Personen je eine Bitte lesen. Übe den Text einmal laut, damit er ruhig und verständlich klingt.
Was antwortet die Gemeinde bei den Fürbitten?
Am häufigsten ist der Ruf „Wir bitten dich, erhöre uns.“ Möglich sind auch andere Rufe, gesprochen oder gesungen, etwa „Herr, erbarme dich.“ Dieser Ruf ist kein Anhang, sondern das eigentliche Gebet der Gemeinde. Wer die Bitte vorträgt, nennt das Anliegen, und alle machen es sich mit ihrer Antwort zu eigen.
Darf man Fürbitten für Verstorbene sprechen?
Ja. Für Verstorbene zu beten gehört seit der frühen Kirche zum christlichen Glauben. Bei einer Beerdigung sind solche Bitten die Mitte. Auch bei Taufe und Hochzeit ist es üblich, an Menschen zu denken, die gern dabei gewesen wären. Nenne sie ruhig mit Namen, wenn die Familie das möchte, und halte die Bitte kurz.
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