
Manchmal fehlen einem die Worte, gerade wenn es darauf ankommt. Christen beten deshalb seit Jahrhunderten auch mit Texten, die andere vor ihnen gebetet haben. Hier findest du die wichtigsten Gebete mit Text, Herkunft und einer Erklärung, was sie bedeuten.

Gebet für heute
Gott, ich weiß nicht, was heute kommt. Geh mit mir durch das, was leicht ist, und durch das, was schwer wird.
Grundgebete
Durch den Tag
Für besondere Momente
Gebet zum Heiligen GeistTexte für Entscheidungen und Prüfungen
Lobgebete und DankgebeteGott loben und danken
SegensgebeteIrischer Segen, Reisesegen und Segen für andere
Gebet für KrankeWorte, wenn jemand leidet
Gebet für VerstorbeneWorte für Trauer und Abschied
Gebet für FriedenTexte und warum Beten für Frieden etwas tut
Fürbitten
Wie bete ich eigentlich?
Mit eigenen Worten, mit fertigen Texten oder ganz ohne Worte. Alles zählt.
Wie man anfängt, wenn man es lange nicht gemacht hat, und was Beten mit dir macht.
Beten lernenViele Menschen beten, auch wenn sie es nicht so nennen. Ein stilles „Bitte lass das gut gehen“ vor der Prüfung. Ein Dank, wenn die Nachricht aus dem Krankenhaus gut ist. Gebete sind Worte für solche Momente. Manche sind zweitausend Jahre alt, andere haben wir für diese Seite neu formuliert.
Christen beten mit eigenen Worten und mit festen Texten. Beides gehört zusammen. Ein fester Text trägt dich, wenn dir selbst nichts einfällt. Und er verbindet dich mit Menschen, die dieselben Worte seit Generationen sprechen.
Welche Gebete sind die wichtigsten?
Die Grundgebete sind kurz, alt und in allen katholischen Gemeinden im deutschen Sprachraum gleich. Wer sie kennt, kann in jedem Gottesdienst mitbeten.
An erster Stelle steht das Vaterunser. Jesus hat es selbst gelehrt, als seine Jünger ihn fragten, wie man betet (Lk 11,1–4). Es ist das Gebet, das alle Christen verbindet. Dazu kommt das Gegrüßet seist du, Maria, dessen erster Teil fast wörtlich aus dem Lukasevangelium stammt.
Das Glaubensbekenntnis fasst zusammen, was Christen glauben. Das Kreuzzeichen ist das kürzeste Gebet von allen: eine Geste und ein Satz, mit dem fast jedes Gebet beginnt und endet. Und der Engel des Herrn erinnert daran, dass Gott Mensch geworden ist.
Jedes Gebet endet mit einem Amen. Das Wort kommt aus dem Hebräischen und heißt so viel wie: So ist es, darauf verlasse ich mich.
Gebete für den Tag
Der Tag hat drei gute Stellen fürs Beten: den Anfang, das Essen und das Ende. Ein Morgengebet legt den Tag in Gottes Hand, bevor das Handy es tut. Ein Tischgebet ist ein kurzer Dank, der auch in der WG-Küche Platz hat.
Das Abendgebet ist für viele der wichtigste Moment. Du schaust zurück, sagst Danke, lässt los, was schiefging. Wer schlecht einschläft, findet hier oft mehr Ruhe als im nächsten Video.
Viele haben als Kind das Schutzengelgebet gelernt und später vergessen. Es lohnt sich, es wieder hervorzuholen. Dahinter steht der Glaube, dass kein Mensch unbeachtet durch den Tag geht.
Wer tiefer einsteigen will, entdeckt das Stundengebet der Kirche. Priester, Ordensleute und viele Laien beten es zu festen Zeiten, etwa am Abend die Vesper. Sein Kern sind die Psalmen, die Gebete Israels, die auch Jesus gebetet hat. In ihnen steht alles: Jubel, Klage, Wut, Angst und Vertrauen. Du darfst Gott also auch sagen, dass du nicht mehr kannst.
Gebete für besondere Momente
Manche Situationen brauchen eigene Worte. Vor einer schweren Entscheidung oder einer Prüfung hilft das Gebet zum Heiligen Geist. Wenn jemand krank ist, stehen Worte beim Gebet für Kranke. Wenn jemand gestorben ist, beim Gebet für Verstorbene.
Beten ist aber nicht nur Bitten. Es gibt Worte zum Loben und Danken, zum Segnen anderer Menschen und zum Beten für den Frieden. Für Gottesdienste zu Taufe, Hochzeit oder Beerdigung findest du ausformulierte Vorlagen bei den Fürbitten.
Beten ändert nicht auf Knopfdruck die Welt. Aber es ändert den, der betet.
Wie fängst du an?
Nimm dir ein einziges Gebet vor, am besten das Vaterunser. Bete es eine Woche lang jeden Abend langsam, Zeile für Zeile. Achte darauf, bei welchem Satz du hängen bleibst.
Wenn du mehr willst: Wie Beten grundsätzlich geht, mit oder ohne feste Texte, erklärt der Einstieg Beten lernen. Und wer eine ruhige, wiederkehrende Form sucht, probiert den Rosenkranz. Du musst nicht perfekt beten. Du musst nur anfangen.
Oft gefragt
Kurzbeantwortet.
Welche Gebete sollte man als Katholik kennen?
Zu den Grundgebeten gehören das Kreuzzeichen, das Vaterunser, das Gegrüßet seist du Maria, das Ehre sei dem Vater und das Apostolische Glaubensbekenntnis. Sie werden in fast jedem Gottesdienst gebetet und sind im ganzen deutschen Sprachraum gleich. Wer sie auswendig kann, kann überall mitbeten. Dazu kommen Gebete für den Tag wie Morgengebet, Tischgebet und Abendgebet.
Was ist das wichtigste Gebet der Christen?
Das Vaterunser. Jesus selbst hat es seinen Jüngern beigebracht, als sie ihn baten, sie beten zu lehren. Es steht in zwei Fassungen in der Bibel, bei Matthäus und bei Lukas. Katholiken, evangelische und orthodoxe Christen beten es gemeinsam. Im deutschen Sprachraum gibt es dafür eine ökumenische Fassung, die katholische und evangelische Gemeinden gemeinsam verwenden.
Darf man auch mit eigenen Worten beten?
Ja, unbedingt. Beten heißt, mit Gott zu reden, und dafür gibt es keine vorgeschriebenen Sätze. Fertige Gebete sind eine Hilfe, kein Ersatz. Sie geben Halt, wenn die eigenen Worte fehlen, und verbinden dich mit anderen Christen. Viele beten beides: einen festen Text zum Anfang und danach frei, was sie gerade beschäftigt.
Wie oft am Tag beten Katholiken?
Eine feste Zahl schreibt die Kirche Laien nicht vor. Traditionell beten viele morgens, vor dem Essen und am Abend. Den Engel des Herrn beten viele traditionell morgens, mittags und abends, wenn die Kirchenglocken dazu läuten. Priester und Ordensleute beten das Stundengebet über den Tag verteilt. Für dich zählt die Regelmäßigkeit mehr als die Menge.

Die Runde
Füreinanderbeten.
In der Runde kannst du um ein Gebet bitten. Andere denken dann an dich. Mitlesen ist okay.








