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Beten & Praxis

Gemaltes Motiv zum Begriff Was ist das Gotteslob?

Kurz erklärt

Das Gotteslob ist das gemeinsame Gebet- und Gesangbuch der katholischen Kirche in Deutschland, Österreich und Südtirol. Die aktuelle Ausgabe gibt es seit 2013.

Das Gotteslob ist das Gebet- und Gesangbuch der katholischen Kirche im deutschen Sprachraum. Es liegt in fast jeder Kirche in den Bänken. Darin stehen Lieder, Psalmen, Gebete und Anleitungen für Gottesdienste. Es gilt in allen Bistümern in Deutschland und Österreich, in Südtirol sowie in deutschsprachigen Gemeinden in Belgien und Luxemburg. Die aktuelle Ausgabe gibt es seit 2013.

Woher kommt der Name Gotteslob?

Der Name sagt, worum es geht: Gott loben. Singen ist eine der ältesten Formen des Gebets. Schon die Psalmen der Bibel sind Lieder. Das Buch soll Menschen helfen, gemeinsam mit einer Stimme zu beten.

Das erste gemeinsame Gotteslob erschien 1975. Davor hatte fast jedes Bistum ein eigenes Gesangbuch. Nach fast vierzig Jahren wurde es gründlich überarbeitet. Das neue Gotteslob wurde ab dem ersten Advent 2013 schrittweise eingeführt.

Wie ist das Gotteslob aufgebaut?

Das Gotteslob hat zwei Teile:

  • Stammteil (Nr. 1–684): Er ist in allen beteiligten Bistümern gleich. Hier stehen Grundgebete, Gebete für den Tag, Lieder durch das Kirchenjahr, Psalmen, Gesänge für die Messe und Andachten.
  • Eigenteil (ab Nr. 700): Er unterscheidet sich je nach Bistum oder Region. Hier stehen Lieder und Gebete mit örtlicher Tradition.

Wichtig für den Gottesdienst: Die Zahlen an der Liedtafel sind Nummern, keine Seitenzahlen.

Das Gotteslob ist mehr als ein Liederbuch. Es erklärt auch, wie eine Heilige Messe aufgebaut ist, wie man sich auf die Beichte vorbereitet und wie eine Kreuzwegandacht geht. Aufgenommen sind 68 der 150 Psalmen, die meisten unter den Nummern 30 bis 80. Viele nutzen es deshalb auch zu Hause.

Das Gotteslob im Bistum Erfurt

Das Bistum Erfurt hat keinen eigenen Eigenteil. Es teilt sich einen Regionalteil mit den Bistümern Berlin, Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg, mit den Nummern 700 bis 883. Eingeführt wurde er dort am Sonntag Laetare, dem 30. März 2014. Darin finden sich Lieder, die in den ostdeutschen Gemeinden besonders verwurzelt sind. Wer im Eichsfeld oder in Erfurt zur Messe geht, singt also aus derselben Ausgabe wie Katholiken in Leipzig oder Berlin.

So benutzt du das Gotteslob im Gottesdienst

Wenn du zum ersten Mal in einer katholischen Messe bist, nimm dir am Eingang ein Buch. Schau auf die Liedtafel vorne. Schlag die erste Nummer schon vor Beginn auf. Du musst nicht jeden Ton treffen. Mitsingen ist Beten, auch wenn es schief klingt.

Wie der Ablauf der Messe genau aussieht, erklärt der Artikel So läuft ein katholischer Gottesdienst ab. Viele Texte im Gotteslob stammen aus dem Buch der Psalmen, und viele Lieder enden mit einem Halleluja.

Ein Buch, das Millionen Menschen in der Hand hatten, verbindet dich mit ihnen. Wenn du es aufschlägst, singst du nicht allein.

Häufige Fragen

Was bedeuten die Nummern an der Liedtafel in der Kirche?

Die Zahlen an der Liedtafel sind die Nummern im Gotteslob, keine Seitenzahlen. Du schlägst also die Nummer auf, nicht die Seite. Nummern bis 684 stehen im gemeinsamen Stammteil, Nummern ab 700 im Teil deines Bistums. Steht an der Tafel eine Zahl ab 700, brauchst du deshalb die Ausgabe der Region, in der du gerade bist.

Muss ich ein eigenes Gotteslob kaufen?

Nein. In fast jeder katholischen Kirche liegen Gotteslob-Bücher am Eingang oder in den Bänken aus, die du während des Gottesdienstes benutzen kannst. Danach legst du sie einfach zurück. Ein eigenes Exemplar lohnt sich, wenn du auch zu Hause damit beten willst. Es wird oft zur Erstkommunion oder Firmung verschenkt.

Seit wann gibt es das Gotteslob?

Das erste gemeinsame Gotteslob erschien 1975. Vorher hatte fast jedes Bistum sein eigenes Gesangbuch. Die heutige, völlig überarbeitete Ausgabe wurde ab dem ersten Advent 2013 eingeführt, bis Mitte 2014 hatten sie alle beteiligten Bistümer. Sie enthält neben alten Chorälen auch viele neuere Lieder.

Die Runde

Allein grübelnmuss niemand.

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