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Sakramente & Messe

Gemaltes Motiv zum Begriff Was ist ein Messdiener?

Kurz erklärt

Messdiener sind meist Kinder und Jugendliche, die in der Messe am Altar helfen. Ein anderes Wort dafür ist Ministrant. Mädchen dürfen den Dienst ebenso übernehmen.

Messdiener sind Helferinnen und Helfer in der katholischen Messe, meist Kinder und Jugendliche. Sie stehen mit dem Priester am Altar, tragen Kreuz und Kerzen, bringen Brot und Wein und läuten bei der Wandlung die Schellen. Ein anderes Wort für dasselbe ist Ministrant.

Woher kommt das Wort Messdiener?

Der Name ist einfach: Messdiener dienen in der Messe. Das gleichbedeutende Wort Ministrant kommt vom lateinischen „ministrare“, dienen. Welches Wort man benutzt, hängt oft von der Region und der Gewohnheit der Pfarrei ab. Früher sagte man auch Messknabe, weil lange nur Jungen den Dienst übernahmen.

Beide Wörter meinen denselben Dienst. Heute schließen sie ganz selbstverständlich Mädchen und junge Frauen mit ein, die Messdienerinnen oder Ministrantinnen.

Was machen Messdiener in der Messe?

Die Aufgaben sind verteilt, damit die Feier ruhig und würdig abläuft:

  • Kreuz und Leuchter tragen beim Einzug und Auszug,
  • Gaben bereiten: Brot, Wein und Wasser zum Altar bringen, dem Priester Wasser über die Hände gießen,
  • Schellen läuten, wenn der Priester Hostie und Kelch bei der Wandlung zeigt,
  • Weihrauch: das Rauchfass schwenken und das Schiffchen mit den Körnern halten,
  • Buch halten und bei besonderen Feiern wie Taufe oder Beerdigung helfen.

Dafür tragen Messdiener ein eigenes Gewand, meist ein langes farbiges Untergewand und darüber ein weißes Chorhemd. Die Abläufe lernt man in Proben und Einführungen der Pfarrei. Niemand muss am ersten Sonntag alles können.

Das Konzil sagt ausdrücklich, dass Ministranten einen echten liturgischen Dienst leisten (Sacrosanctum Concilium 29). Sie sind nicht Dekoration. Sie sind Teil der Liturgie. Wer am Altar steht, sieht aus nächster Nähe, was in der Messe geschieht, und lernt die Feier von innen kennen.

Neben dem Altardienst gibt es in vielen Pfarreien ein Gruppenleben: Treffen, Ausflüge, Zeltlager. Für viele ist das der Ort, an dem Freundschaften entstehen, die lange halten. Regelmäßig lädt der internationale Ministrantenbund, der Coetus Internationalis Ministrantium, zu einer großen Ministrantenwallfahrt nach Rom ein.

Messdiener in Thüringen

Im Bistum Erfurt sind die Gemeinden oft klein, gerade außerhalb des katholisch geprägten Eichsfelds. Wo nur wenige Familien sonntags kommen, fällt jede helfende Hand am Altar auf. Wo es in deiner Nähe eine katholische Gemeinde gibt, zeigt das Gemeindeverzeichnis.

Messdiener zu sein heißt, nah dran zu sein. Du stehst nicht am Rand und schaust zu. Du bist mittendrin. Wer schon älter ist und Menschen sucht, mit denen er den Glauben teilen kann, findet in der Runde junge Leute aus Thüringen.

Häufige Fragen

Ab wann kann man Messdiener werden?

Meist beginnen Kinder nach ihrer Erstkommunion, also mit etwa neun oder zehn Jahren. Eine feste Altersgrenze legt das Kirchenrecht nicht fest, das regelt jede Pfarrei selbst. Viele bleiben bis ins Jugendalter dabei, manche werden später Oberministranten und leiten die Gruppe. Wer später einsteigen will, kann in seiner Pfarrei einfach nachfragen.

Dürfen Mädchen Messdiener sein?

Ja. Papst Johannes Paul II. bestätigte 1992 eine Auslegung des Kirchenrechts, nach der auch Frauen und Mädchen am Altar dienen dürfen. 1994 teilte die Gottesdienstkongregation das den Bischöfen offiziell mit. Nach Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz gibt es in Deutschland heute sogar mehr Ministrantinnen als Ministranten.

Muss man katholisch sein, um Messdiener zu werden?

In der Regel ja. Messdiener sind getauft und haben meist schon die Erstkommunion empfangen, weil sie nah an der Eucharistie mitwirken. Wer sich dafür interessiert, aber noch nicht getauft ist, kann trotzdem die Gruppe kennenlernen und mit dem Pfarrer sprechen. Oft ist das ein guter Anlass, über die eigene Taufe nachzudenken.

Die Runde

Allein grübelnmuss niemand.

In der Runde redest du mit jungen Leuten aus Thüringen weiter. Mitlesen ist okay, Fragen sind willkommen.