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Sakramente & Messe

Gemaltes Motiv zum Begriff Was ist ein Altar?

Kurz erklärt

Der Altar ist der zentrale Tisch in einer Kirche, an dem die Eucharistie gefeiert wird. Für Katholiken ist er Opferaltar und Tisch des Herrn zugleich und ein Bild für Christus.

Ein Altar ist der erhöhte Tisch in der Mitte des Altarraums, an dem die Messe gefeiert wird. Auf ihm werden Brot und Wein bereitet und zu Leib und Blut Christi gewandelt. Für Katholiken ist der Altar zugleich Opferaltar und Tisch des Herrn. Er ist der wichtigste Einrichtungsgegenstand einer Kirche.

Woher kommt das Wort Altar?

Das Wort kommt aus dem Lateinischen („altare“) und bezeichnete einen Opfertisch oder Brandaltar. Altäre gibt es in fast allen alten Religionen. Auch in der Bibel bauen Menschen Altäre, um Gott zu danken oder ihm etwas darzubringen. Jesus setzt das voraus und verschärft es: Wer mit einem anderen im Streit liegt, soll seine Gabe am Altar liegen lassen und sich zuerst versöhnen (Mt 5,23–24).

Was bedeutet der Altar für Katholiken?

Der Katechismus nennt zwei Seiten, die zusammengehören (KKK 1383). Der Altar ist Opferaltar: In der Eucharistie wird das Opfer Jesu am Kreuz gegenwärtig, nicht wiederholt. Und er ist Tisch: Hier lädt Christus zum Mahl ein, wie beim letzten Abendmahl. Der Altar selbst gilt als Sinnbild Christi, der mitten in seiner Gemeinde ist.

Auf oder neben dem Altar stehen Kerzen und ein Kreuz. Er ist mit einem weißen Tuch bedeckt. Mehr braucht er nicht, denn er soll nicht Ablage, sondern Mitte sein.

Deshalb wird er besonders behandelt. Ein Bischof weiht ihn und salbt ihn dabei mit Chrisam, geweihtem Öl. Oft werden Reliquien von Heiligen darin eingelassen, eine Praxis, die bis in die Frühzeit der Kirche zurückreicht. Der Priester küsst den Altar zu Beginn und am Ende der Messe. Vieles davon siehst du, wenn du verstehst, wie eine Messe abläuft.

Altar, Hochaltar, Tabernakel: Was ist was?

  • Altar oder Volksaltar: der freistehende Tisch, an dem heute die Messe gefeiert wird.
  • Hochaltar: der oft prächtige Aufbau an der Rückwand älterer Kirchen, früher der Ort der Messe.
  • Tabernakel: der verschlossene Schrein für die geweihten Hostien. Früher stand er meist auf dem Hochaltar, heute oft getrennt davon.

Was das für dich heißen kann

Ein Altar ist kein Museumsstück. Er erinnert daran, dass Gott sich selbst gibt und dich an seinen Tisch holt. Das Wort Jesu zur Versöhnung gilt bis heute: Erst die Versöhnung, dann die Gabe. Gibt es jemanden, mit dem du Frieden schließen solltest? Dann fang dort an. Was Vergebung heißt und was nicht, steht im Glossar.

Häufige Fragen

Warum küsst der Priester den Altar?

Zu Beginn und am Ende der Messe küsst der Priester den Altar. Das ist ein Gruß. Der Altar gilt als Zeichen für Christus selbst, der Kuss ist also ein Zeichen der Liebe und Ehrfurcht vor ihm. Auch der Diakon küsst den Altar. An Festtagen wird er zusätzlich mit Weihrauch geehrt.

Warum stehen in alten Kirchen zwei Altäre?

Früher feierte der Priester die Messe am Hochaltar an der Rückwand, mit dem Rücken zur Gemeinde. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wünschte man einen freistehenden Altar, an dem der Priester den Menschen zugewandt steht. Viele Gemeinden ließen den kunstvollen Hochaltar stehen und bauten davor einen neuen, den sogenannten Volksaltar.

Haben evangelische Kirchen auch einen Altar?

Ja, auch evangelische Kirchen haben einen Altar. Er wird aber vor allem als Tisch für das Abendmahl verstanden, nicht als Ort eines Opfers. Das hängt mit dem unterschiedlichen Verständnis von Abendmahl und Eucharistie zusammen. Neben dem Altar hat im evangelischen Gottesdienst die Kanzel großes Gewicht, weil die Predigt dort im Mittelpunkt steht.

Die Runde

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