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Glaube

Gemaltes Motiv zum Begriff Was ist das Abendmahl?

Kurz erklärt

Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod. Daraus wurde die Feier von Brot und Wein, die Katholiken Eucharistie nennen.

Das Abendmahl ist das letzte Mahl, das Jesus am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern gehalten hat. Er nahm Brot und Wein, sagte, das sei sein Leib und sein Blut, und trug ihnen auf, das zu seinem Gedächtnis zu tun. Aus diesem Abend ist die zentrale Feier fast aller christlichen Kirchen geworden.

Das Wort meint deshalb zwei Dinge: das Ereignis in Jerusalem und die Feier, die Christen bis heute daraus machen. In evangelischen Gemeinden heißt diese Feier selbst „Abendmahl“. Katholiken sprechen von der Eucharistie oder von der Kommunion.

Woher kommt das Wort Abendmahl?

Es beschreibt schlicht, wann das Mahl stattfand: am Abend. Um das einmalige Mahl Jesu von späteren Feiern zu unterscheiden, sagt man oft „das Letzte Abendmahl“.

Paulus nennt es das „Mahl des Herrn“ (1 Kor 11,20). Der Katechismus greift diesen Namen auf und erklärt: Gemeint ist das Mahl, das der Herr am Abend vor seinem Leiden mit seinen Jüngern hielt (KKK 1329).

Was geschah beim Letzten Abendmahl?

Jesus feierte mit den Zwölf in Jerusalem ein Mahl, dabei deutete er Brot und Wein auf sich selbst. Davon erzählen Matthäus, Markus, Lukas und Paulus (Mt 26,26-29, Mk 14,22-25, Lk 22,14-20, 1 Kor 11,23-26).

Die drei ersten Evangelien verorten das Mahl im jüdischen Paschafest, dem Fest der Befreiung aus Ägypten. Johannes erzählt die Zeitfolge etwas anders und berichtet statt der Worte über Brot und Wein, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht (Joh 13,1-17). An diesen Abend erinnert der Gründonnerstag.

Wie verstehen Katholiken das Abendmahl?

Für die katholische Kirche hat Jesus an diesem Abend die Eucharistie eingesetzt (KKK 1337). Was damals geschah, wird in jeder Messe gegenwärtig.

Die Kirche glaubt: In der Wandlung werden Brot und Wein wirklich zu Leib und Blut Christi, auch wenn sie äußerlich gleich bleiben (KKK 1374–1376). Deshalb steht die Kommunion im Zentrum jeder Heiligen Messe. Mehr dazu, was Katholiken dabei glauben, erklärt der Text über die Eucharistie.

Was ist anders beim evangelischen Abendmahl?

Alle Kirchen berufen sich auf denselben Abend, deuten ihn aber verschieden. Martin Luther hielt an der wirklichen Gegenwart Christi fest, lehnte aber die katholische Lehre von der Wandlung ab. Reformierte Theologen wie Zwingli verstanden das Mahl stärker als Zeichen und Erinnerung.

Über diesen Streit waren Lutheraner und Reformierte jahrhundertelang getrennt. Erst die Leuenberger Konkordie von 1973 stellte zwischen ihnen Abendmahlsgemeinschaft her. Zwischen katholischer und evangelischer Kirche gibt es sie bis heute nicht. Der Grund: Für die katholische Kirche gehören Eucharistie und volle Kirchengemeinschaft zusammen. Wie das Gespräch darüber weitergeht, zeigen die Beiträge zur Ökumene und zu den Unterschieden zwischen katholisch und evangelisch.

Das tut weh, besonders in Familien mit zwei Konfessionen. Und es ist ehrlich.

Das Abendmahl erzählt von einem Abend, an dem Jesus wusste, was kommt. Er ist nicht geflohen. Er hat Brot geteilt. Wenn du sehen willst, was daraus geworden ist, geh einmal in eine Messe und schau zu. Wer nicht zur Kommunion gehen kann, darf in vielen Gemeinden mit vor der Brust gekreuzten Armen nach vorn kommen und um einen Segen bitten.

Häufige Fragen

Dürfen evangelische Christen in der katholischen Messe zur Kommunion gehen?

Grundsätzlich nicht, weil für die katholische Kirche Kommunion und volle Kirchengemeinschaft zusammengehören. Eine Ausnahme beschreibt die Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz von 2018: Evangelische Ehepartner in konfessionsverbindenden Ehen können im Einzelfall nach einer ernsthaften Gewissensprüfung zur Kommunion gehen. Die Bistümer setzen das unterschiedlich um. Sprich am besten mit dem Pfarrer vor Ort.

Wann erinnern Christen an das Letzte Abendmahl?

Am Gründonnerstag, dem Donnerstag vor Ostern. Am Abend feiern katholische Gemeinden die Messe vom Letzten Abendmahl, oft mit Fußwaschung. 2026 fiel der Gründonnerstag auf den 2. April, 2027 ist er am 25. März (ohne Gewähr). Danach wird es in der Kirche still: Die Glocken schweigen bis zur Osternacht.

Ist das Abendmahl dasselbe wie die Eucharistie?

Es hängt zusammen. Das Letzte Abendmahl ist das einmalige Mahl Jesu in Jerusalem. Die Eucharistie ist die Feier, in der die Kirche seitdem tut, was Jesus dort aufgetragen hat. Evangelische Christen nennen diese Feier selbst „Abendmahl“, Katholiken sagen „Eucharistie“ oder „Kommunion“. Das Verständnis dessen, was dabei geschieht, ist allerdings verschieden.

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