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Fürbitten

12 Min. LesezeitStand: 5 Quellen

Kurz beantwortet

Fürbitten zur Beerdigung sind kurze Gebete, die nach der Lesung und der Predigt gesprochen werden. Man bittet Gott für den verstorbenen Menschen, für die Trauernden, für alle Verstorbenen und für die Gemeinde. Üblich sind vier bis sechs Bitten mit je ein bis zwei Sätzen. Oft lesen Angehörige oder Freunde sie vor, die Gemeinde antwortet mit einem Ruf.

Steckbrief

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Jemand ist gestorben, die Beerdigung ist in ein paar Tagen, und im Trauergespräch fällt der Satz: „Wollt ihr die Fürbitten selbst schreiben?“ Du bist vielleicht die Enkelin, der beste Freund, die Tochter, die gerade alles organisiert. Und dir fehlen die Worte, weil dir gerade überhaupt die Worte fehlen.

Hier findest du 30 Fürbitten zur Beerdigung, die wir selbst formuliert haben. Sie sind nach Situationen geordnet: ein langes Leben, ein plötzlicher Tod, ein junger Mensch, ein Kind, ein Tod durch Suizid, ein Mensch, der nicht glaubte. Dazu erfährst du, wo die Fürbitten in der Trauerfeier stehen, wer sie liest und wie du aus einer Vorlage etwas machst, das nach diesem einen Menschen klingt.

Was sind Fürbitten bei der Beerdigung?

Fürbitten sind kurze Gebete, in denen die Trauergemeinde Gott ihre Anliegen vorträgt: für den verstorbenen Menschen, für die, die zurückbleiben, und für alle, die gerade leiden. Sie stehen im Wortgottesdienst, nach der Lesung und der Predigt.

Eine katholische Beerdigung ist kein Sakrament, sondern eine Feier der Kirche, in der sie den Verstorbenen Gott anvertraut (KKK 1684). Sie kann als Messe gefeiert werden, dem Requiem, oder als Wortgottesdienst in der Friedhofskapelle mit anschließendem Gang zum Grab. Die Fürbitten gibt es in beiden Formen.

Für die Messe sagt die Grundordnung des Römischen Messbuchs etwas Wichtiges: Bei besonderen Feiern wie einem Begräbnis dürfen die Fürbitten stärker auf den Anlass eingehen (Nr. 70). Normalerweise betet die Gemeinde zuerst für die Kirche, dann für die Welt, dann für Menschen in Not. Bei einer Beerdigung darf der verstorbene Mensch in der Mitte stehen.

Warum beten Christen überhaupt für Tote? Weil der Tod die Verbindung nicht abreißt. Die Kirche betet seit ihren Anfängen für Verstorbene und beruft sich dabei auf das Zweite Buch der Makkabäer, in dem Judas Makkabäus für gefallene Soldaten ein Sühnopfer darbringen lässt (2 Makk 12,45). Der Katechismus nennt das Gebet für die Toten ausdrücklich eine Hilfe für sie (KKK 1032). Dahinter steht die Lehre von der Läuterung nach dem Tod, oft Fegefeuer genannt. Was Christen darüber hinaus hoffen, erklären wir im Artikel Was passiert nach dem Tod?.

Wie ist eine Fürbitte zur Trauerfeier aufgebaut?

Eine Fürbitte ist ein einziger Gedanke, an Gott gerichtet, in ein bis zwei Sätzen. Den Rahmen setzt die Person, die die Feier leitet: Sie lädt zum Gebet ein und schließt es ab. Dazwischen stehen eure Bitten, nach jeder antwortet die Gemeinde.

Eine Fürbitte, wie sie gesprochen wird

Vorleserin: Guter Gott, wir beten für N., von dem wir heute Abschied nehmen.
Nimm ihn auf in dein Licht und schenke ihm den Frieden, den er hier gesucht hat.
Gott, unser Vater:
Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

Wo in den Vorlagen „N.“ steht, setzt du den Namen ein. Die Vorlagen sind meist für einen Mann formuliert. Für eine Frau tauschst du einfach die Fürwörter.

Eine gute Fürbitte zur Beerdigung hat drei Teile: wen du meinst, was du von Gott für diesen Menschen erbittest, und wenn es passt, ein konkretes Bild aus seinem Leben. Der Garten, die Werkstatt, das Lachen am Küchentisch. Mehr braucht es nicht.

Fürbitten für den verstorbenen Menschen

Diese Bitten stehen am Anfang. Sie sagen, worum es an diesem Tag geht: einen Menschen in Gottes Hände zu legen.

  1. Guter Gott, wir beten für N. Nimm ihn auf in dein Reich und vollende, was in seinem Leben angefangen hat.
  2. Herr Jesus Christus, du bist die Auferstehung und das Leben. Lass N. teilhaben an deinem neuen Leben, das kein Tod mehr beenden kann.
  3. Gott, du kennst N. besser, als wir ihn je kannten. Vergib ihm, was in seinem Leben schief lief, und lass ihn bei dir heil werden.
  4. Guter Gott, N. hat viel für andere getan, oft ohne dass es jemand sah. Lass ihn jetzt sehen, dass nichts davon verloren ist.
  5. Herr, schenke N. die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm.

Hinter diesen Bitten stehen Worte, die viele aus der Bibel kennen. Jesus sagt zu Marta, der Schwester des toten Lazarus, dass er die Auferstehung und das Leben ist (Joh 11,25). Bitte 5 greift das alte Gebet „Ewige Ruhe“ auf, mehr dazu bei unseren Worten zum Gebet für Verstorbene.

Fürbitten für die Angehörigen

Die Trauernden sitzen in der ersten Reihe und müssen diesen Tag irgendwie überstehen. Diese Bitten tragen sie mit.

  1. Guter Gott, wir beten für die Familie von N. Sei bei ihnen in den ersten Wochen, wenn der Alltag weitergeht und der Platz am Tisch leer bleibt.
  2. Herr, du hast um deinen Freund Lazarus geweint. Sieh die Tränen der Menschen, die N. geliebt haben, und tröste sie.
  3. Gott, wir beten für die Frau von N., die nach vielen gemeinsamen Jahren allein weitergeht. Schenke ihr Menschen, die sie nicht allein lassen.
  4. Guter Gott, lass die Kinder und Enkel von N. weitertragen, was er ihnen mitgegeben hat: seine Geduld, seinen Humor, seine Art, zuzuhören.
  5. Herr, in einer Familie bleibt nach einem Tod manches ungesagt. Schenke Frieden, wo Streit war, und Versöhnung, wo es noch nicht zu spät ist.

Bitte 7 beruht auf einem der kürzesten Sätze der Bibel: Jesus weinte (Joh 11,35). Christen müssen am Grab nicht stark sein. Selbst Jesus war es nicht.

Fürbitten nach einem langen Leben

Wenn die Oma mit 94 gestorben ist, mischt sich die Trauer mit Dankbarkeit. Die Beerdigung darf das zeigen.

  1. Guter Gott, wir danken dir für die vielen Jahre, die du N. geschenkt hast. Nimm alles, was sie gelebt und geliebt hat, in deine Hände.
  2. Herr, N. hat Krieg, Neuanfang und viele Veränderungen erlebt. Lass sie bei dir die Ruhe finden, die ihr hier oft gefehlt hat.
  3. Gott, wir beten für alle, die N. in den letzten Jahren gepflegt und begleitet haben. Vergilt ihnen ihre Geduld und ihre Liebe.
  4. Guter Gott, N. hat ihren Glauben an uns weitergegeben, mit Tischgebet, Kerzen und Geschichten. Lass diesen Glauben in uns nicht verlöschen.

Bitte 12 passt für viele Menschen, die in den 1930er- und 1940er-Jahren geboren wurden. Stimmt sie nicht, streich den Satz oder ersetze ihn durch etwas, das auf ihr Leben passt.

Fürbitten nach einem plötzlichen Tod

Ein Unfall, ein Herzinfarkt, eine Diagnose und drei Wochen später die Beerdigung. Hier gibt es keinen Abschied, der vorbereitet war. Die Bitten dürfen das aussprechen.

  1. Guter Gott, N. wurde mitten aus dem Leben gerissen. Wir verstehen es nicht. Nimm ihn auf, auch mit allem, was er noch vorhatte.
  2. Herr, wir konnten uns nicht verabschieden. Lass N. wissen, was wir ihm nicht mehr sagen konnten.
  3. Gott, wir beten für alle, die N. zuletzt gesehen haben, und für die Helfer, die um sein Leben gekämpft haben. Nimm ihnen die Bilder, die sie nicht loslassen.
  4. Guter Gott, der Tod von N. macht uns wütend und ratlos. Halte uns fest, auch wenn wir gerade nicht wissen, wo du bist.

Bitte 18 ist ehrlich, und das darf sie sein. Wut auf Gott ist kein Gebetsverbot. Viele Psalmen klagen Gott offen an, etwa der Psalm, der mit der Frage beginnt, warum Gott einen verlassen hat (Ps 22,2).

Fürbitten für einen jungen Menschen oder ein Kind

Wenn jemand stirbt, der sein Leben noch vor sich hatte, gibt es keine tröstenden Formeln. Jede Bitte, die das zudeckt, klingt falsch. Diese Bitten versuchen es nicht.

  1. Guter Gott, N. war erst 22. Wir beten für alles, was sie noch werden wollte. Lass es bei dir nicht verloren sein.
  2. Herr, wir beten für die Freundinnen und Freunde von N., die heute zum ersten Mal an einem Grab stehen, das zu früh kommt. Lass sie einander halten.
  3. Gott, du hast versprochen, alle Tränen abzuwischen. Wir beten für die Eltern von N., für die kein Wort reicht.
  4. Guter Gott, wir beten für das Kind N., das nur so kurz bei uns war. Nimm es in deine Arme, und lass seine Eltern spüren, dass ihr Kind bei dir geborgen ist.

Bitte 21 greift eine Verheißung aus der Offenbarung auf: Gott wird jede Träne abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben (Offb 21,4). Bitte 22 ist für ein Kind gedacht, auch für ein Kind, das vor oder kurz nach der Geburt gestorben ist.

Wenn du selbst gerade einen Menschen in deinem Alter verloren hast: Du musst diese Bitten nicht vorlesen. Du darfst einfach da sein.

Fürbitten nach einem Suizid

Nach einem Suizid sind viele Fragen im Raum, oft auch Schuldgefühle. Früher verweigerte die Kirche Menschen, die sich das Leben genommen hatten, in der Regel das kirchliche Begräbnis. Das ist vorbei. Heute sagt der Katechismus klar: Man darf die Hoffnung auf ihr ewiges Heil nicht aufgeben, und die Kirche betet für sie (KKK 2283). Er sagt auch, dass schwere seelische Not die Verantwortung mindern kann (KKK 2282).

  1. Guter Gott, N. hat keinen Ausweg mehr gesehen. Wir legen ihn in deine Hände, die weiter reichen als unsere.
  2. Herr, wir beten für alle, die sich jetzt fragen, ob sie etwas hätten merken müssen. Nimm ihnen die Last, die nicht ihre ist.
  3. Gott, wir beten für alle, die gerade selbst keinen Sinn mehr sehen. Schicke ihnen Menschen, die bleiben, und gib ihnen den Mut, sich Hilfe zu holen.

Die Todesursache muss in der Fürbitte nicht ausgesprochen werden. Sprecht mit der Familie ab, wie offen ihr sein wollt. Wenn dich dieser Tod selbst in ein tiefes Loch zieht, bleib damit nicht allein. Auf unserer Hilfe-Seite stehen Nummern, die rund um die Uhr erreichbar sind.

Fürbitten, wenn der Verstorbene nicht gläubig war

In Thüringen ist das häufig. Die Mehrheit der Menschen gehört keiner Kirche an, und oft ist in einer Familie nur ein Teil katholisch. Wenn ein nicht gläubiger Mensch stirbt, kann die Trauerfeier weltlich sein, und die katholischen Angehörigen beten trotzdem für ihn. Oder die Familie wünscht ein kurzes Gebet in einer freien Feier. Dann passen Bitten, die niemandem etwas in den Mund legen.

  1. Gott, wir beten für N. Er hat dich nicht gekannt oder nicht gesucht. Wir vertrauen darauf, dass du ihn kennst.
  2. Guter Gott, N. war ein ehrlicher Mensch, der zu seinem Wort stand. Lass ihn Frieden finden.
  3. Gott, wir beten für alle hier, die glauben, zweifeln oder gar nichts glauben. Lass uns heute gemeinsam trauern, ohne dass einer sich fremd fühlt.

Das ist keine Verlegenheitslösung. Christen beten für jeden Menschen, nicht nur für die eigenen Leute.

Kurze Fürbitten zur Beerdigung

Manchmal soll es schnell gehen, am Grab im Regen zum Beispiel. Oder ein Enkelkind liest. Diese Bitten haben nur einen Satz.

  1. Guter Gott, schenke N. das ewige Leben und uns deinen Trost.
  2. Herr, wir beten für alle Verstorbenen unserer Familien, besonders für die, an die niemand mehr denkt.

Bitte 30 eignet sich als letzte Bitte für fast jede Trauerfeier. Sie weitet den Blick über den einen Menschen hinaus. Die Kirche erinnert jedes Jahr an Allerseelen an alle Toten, mehr dazu bei Allerheiligen und Allerseelen.

Was gehört nicht in eine Fürbitte zur Beerdigung?

Eine Fürbitte ist keine Trauerrede. Der Katechismus sagt über die Predigt bei der Beerdigung sogar, sie solle die Form einer Grabrede meiden (KKK 1688). Für die Fürbitten gilt das erst recht.

  • Keine Lebensgeschichte: Beruf, Hobbys und Stationen gehören in den Nachruf oder zum Leichenschmaus.
  • Keine Ansprache an den Toten: „Lieber Opa, wir vermissen dich“ ist ein ehrlicher Satz. Er gehört ins Kondolenzbuch. In der Fürbitte sprichst du mit Gott.
  • Keine Abrechnung: Offene Konflikte haben am Mikrofon nichts zu suchen.
  • Keine Heiligsprechung: Niemand war perfekt, und die Anwesenden wissen das. Bitten, die ehrlich bleiben, trösten mehr.
  • Kein Satz, den du nicht sagen kannst: Wenn du nicht an ein Leben nach dem Tod glaubst, schreib „Lass ihn Frieden finden“. Das ist ehrlich. Ob es mehr gibt als diesen Frieden, erklären wir unter Himmel und Hölle.

Eine Fürbitte muss nicht schön sein. Sie muss wahr sein.

So stellst du die Fürbitten zusammen

Aus 30 Vorlagen werden in der Feier meist vier bis sechs. So findest du eure.

  1. AuswählenNimm eine Bitte für den verstorbenen Menschen, eine für die Angehörigen, eine zur Situation und Bitte 30 für alle Verstorbenen. Das ist der Kern.
  2. Persönlich machenSetze den Namen ein. Tausch ein Wort gegen etwas, das nur zu diesem Menschen passt: sein Garten, ihr Chor, sein Satz, den alle kennen.
  3. Laut lesenLies jede Bitte einmal laut. An der Stelle, wo deine Stimme wegbricht, bricht sie am Tag der Beerdigung auch. Das ist in Ordnung. Aber kürzen hilft.
  4. Leser verteilenJede Person bekommt ihre Bitte auf einem eigenen Zettel, in großer Schrift. Legt fest, wer einspringt, wenn jemand es nicht schafft.
  5. AbstimmenSchickt die Bitten vor der Feier an den Pfarrer, Diakon oder die Person, die die Feier leitet. Sie weiß, welchen Antwortruf die Gemeinde kennt.

Dass jemand beim Vorlesen weint, ist kein Scheitern. Oft ist es der Moment, in dem die ganze Kirche merkt, worum es geht. Wer die Feier leitet, kennt das und wartet.

Wenn in derselben Familie bald wieder gefeiert wird, bei einer Taufe oder einer Hochzeit, darf der verstorbene Mensch dort in einer Bitte vorkommen. Vorlagen dafür findest du bei den Fürbitten zur Taufe und den Fürbitten zur Hochzeit.

Die Liturgie der Beerdigung endet mit dem Abschied am Grab, in dem die Kirche den Toten Gott anvertraut (KKK 1690). Deine Fürbitten gehören zu diesem Abschied. Du musst dafür nicht perfekt glauben und nicht die richtigen Worte finden. Es reicht, dass du da bist und für diesen Menschen etwas sagst. Wenn du danach einen Ort suchst, an dem du mit deiner Trauer nicht allein bist, findest du bei den Gemeinden in Thüringen einen Anfang.

Häufige Fragen

Wie viele Fürbitten sind bei einer Beerdigung üblich?

Meist vier bis sechs. Eine Bitte für den verstorbenen Menschen, eine für die Angehörigen, eine für alle Verstorbenen und eine für die Trauergemeinde oder die Welt bilden den Kern. Mehr als sechs werden in einer Trauerfeier schnell zu viel, weil viele Anwesende erschöpft sind. Die genaue Zahl klärt ihr im Trauergespräch mit dem Pfarrer, Diakon oder der Person, die die Feier leitet.

Wer liest die Fürbitten bei einer Beerdigung vor?

Oft Enkel, Kinder, Geschwister, Freunde oder Nachbarn des verstorbenen Menschen. Eine feste Regel gibt es nicht. Wer sich das nicht zutraut, muss es nicht tun. Dann liest ein Lektor der Gemeinde oder die Person, die die Feier leitet. Sprecht vorher ab, wer welche Bitte übernimmt, und gebt jedem einen eigenen Zettel in großer Schrift.

Was antwortet man auf die Fürbitten bei der Beerdigung?

Nach jeder Bitte antwortet die Gemeinde mit einem kurzen Ruf. Häufig ist „Wir bitten dich, erhöre uns.“ Bei Trauerfeiern ist auch „Herr, gib ihm die ewige Ruhe“ oder „Herr, erbarme dich“ verbreitet. Welcher Ruf gilt, sagt der Leiter der Feier vorher an. Wer den Ruf nicht kennt, kann einfach schweigend mitbeten.

Muss man für eine Beerdigung eigene Fürbitten schreiben?

Nein. Die liturgischen Bücher enthalten fertige Fürbitten, die der Pfarrer oder Diakon verwenden kann. Viele Familien wünschen sich aber persönliche Bitten, weil sie den Menschen darin wiedererkennen. Vorlagen helfen, wenn der Kopf leer ist. Schickt eure Bitten vorher an den Leiter der Feier, damit er sie einplanen kann.

Kann man Fürbitten sprechen, wenn der Verstorbene nicht gläubig war?

Ja. Christen beten für jeden Menschen, auch für den, der selbst nicht gebetet hat. Formuliere die Bitten dann ehrlich und ohne kirchliche Begriffe, die der Verstorbene abgelehnt hätte. Statt „Nimm ihn auf in deine Herrlichkeit“ passt etwa „Lass ihn Frieden finden“. Bei einer weltlichen Trauerfeier klärt ihr vorher, ob ein Gebet überhaupt gewünscht ist.

Darf man in der Fürbitte den Namen des Verstorbenen nennen?

Ja, das ist sogar üblich und gut. Der Name macht deutlich, dass für diesen einen Menschen gebetet wird und nicht für irgendwen. Wo in den Vorlagen „N.“ steht, setzt du den Vornamen ein, bei älteren Menschen oft auch den Vor- und Nachnamen. Frag die engsten Angehörigen, wie sie ihn nennen möchten.

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