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Katechismus

11 Min. LesezeitStand: 8 Quellen

Kurz beantwortet

Die 12 Apostel sind die Männer, die Jesus aus seinen Jüngern auswählte und aussandte: Simon Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, Jakobus, Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Zelotes und Judas Iskariot. Für Judas kam später Matthias dazu. Apostel heißt „Gesandter“. Die katholische Kirche sieht in den Bischöfen ihre Nachfolger.

Steckbrief

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Ein Fischer, der am Ende seinen Freund verleugnet. Ein Zöllner, den alle verachten. Einer, der nichts glaubt, was er nicht anfassen kann. Und einer, der alles verrät. Das sind keine Figuren aus einem Heldenepos. Das sind die 12 Apostel, die engsten Begleiter Jesu.

Wenn du ihre Namen suchst, findest du sie gleich hier unten. Aber es lohnt sich, weiterzulesen. Denn diese zwölf Männer waren weder besonders gebildet noch besonders fromm. Trotzdem hat Jesus ausgerechnet ihnen seine Sache anvertraut. Hier erfährst du, wer sie waren, was sie von anderen Jüngern unterscheidet, warum Paulus trotzdem Apostel heißt und was das alles mit der Kirche von heute zu tun hat.

Die 12 Apostel: alle Namen auf einen Blick

Die Bibel überliefert die Namen der Zwölf viermal: bei Matthäus, Markus, Lukas und in der Apostelgeschichte (Mt 10,2-4, Mk 3,16-19, Lk 6,14-16, Apg 1,13). Die Listen stimmen fast überein. Petrus steht immer an erster Stelle, Judas Iskariot immer an letzter.

Name Auch genannt Gedenktag Symbol in der Kunst
Simon Petrus Kephas, „Fels“ 29. Juni (mit Paulus) Schlüssel
Andreas Bruder des Petrus 30. November schräges X-Kreuz
Jakobus der Ältere, Sohn des Zebedäus 25. Juli Muschel, Pilgerstab
Johannes Sohn des Zebedäus 27. Dezember Kelch, Adler
Philippus aus Betsaida 3. Mai Kreuzstab
Bartholomäus wohl Nathanael 24. August Messer
Thomas Didymus, „Zwilling“ 3. Juli Winkelmaß, Lanze
Matthäus Levi, der Zöllner 21. September Geldbeutel, Engel
Jakobus der Jüngere, Sohn des Alphäus 3. Mai Keule, Walkerstange
Thaddäus Judas, Sohn des Jakobus 28. Oktober Keule
Simon Kananäus oder Zelot 28. Oktober Säge
Judas Iskariot der Verräter kein Gedenktag Geldbeutel
Matthias nachgewählt für Judas 24. Februar (in Deutschland) Beil

Wo die Listen voneinander abweichen, geht es um Namen, nicht um andere Menschen. Viele Juden trugen damals zwei Namen, einen hebräischen oder aramäischen und einen griechischen. So heißt Matthäus bei Markus und Lukas Levi, und aus Thaddäus wird bei Lukas „Judas, Sohn des Jakobus“.

Wer waren die Apostel? Zwölf kurze Porträts

Über manche Apostel erzählen die Evangelien viel, über andere fast nichts. Was nach der Bibel über ihr weiteres Leben berichtet wird, stammt aus späteren Überlieferungen. Die Grenze zwischen Bericht und Legende ist deshalb bei jedem Namen mitgenannt.

Simon Petrus

Ein Fischer aus Galiläa, verheiratet, aufbrausend und ehrlich. Jesus gibt ihm den Namen Kephas, aramäisch für Fels, griechisch Petrus. Auf ihn will er seine Kirche bauen und ihm gibt er die Schlüssel des Himmelreichs (Mt 16,18-19). Ausgerechnet Petrus verleugnet Jesus in der Nacht vor der Kreuzigung dreimal. Nach der Auferstehung fragt Jesus ihn dreimal, ob er ihn liebt, und beauftragt ihn, seine Schafe zu weiden (Joh 21,15-17). Schon gegen Ende des 1. Jahrhunderts ist bezeugt, dass er als Märtyrer starb, nach alter Überlieferung in Rom, wohl in der Verfolgung unter Kaiser Nero. Dass er mit dem Kopf nach unten gekreuzigt wurde, erzählt eine Legende aus dem 2. Jahrhundert. Über seinem Grab steht heute der Petersdom.

Andreas

Der Bruder des Petrus und der Erste, der Jesus folgt. Er war vorher Jünger von Johannes dem Täufer, und er ist es, der seinen Bruder zu Jesus bringt (Joh 1,40-42). Die Legende erzählt, dass er in Patras in Griechenland an einem schrägen Kreuz starb. Deshalb heißt das X-förmige Warnkreuz am Bahnübergang bis heute Andreaskreuz.

Jakobus der Ältere

Sohn des Zebedäus, Fischer wie sein Bruder Johannes. Jesus nennt die beiden „Donnersöhne“, wohl wegen ihres Temperaments (Mk 3,17). Mit Petrus und Johannes gehört er zum engsten Kreis und ist bei der Verklärung Jesu dabei. Um das Jahr 44 lässt König Herodes Agrippa ihn hinrichten (Apg 12,2). Er ist damit der erste Apostel, dessen Martyrium die Bibel selbst berichtet. Sein Grab verehrt man seit dem 9. Jahrhundert in Santiago de Compostela, das Ziel des Jakobswegs.

Johannes

Der jüngere Bruder des Jakobus. Die Überlieferung sieht in ihm den „Jünger, den Jesus liebte“, der unter dem Kreuz steht und dem Jesus seine Mutter Maria anvertraut (Joh 19,26-27). Nach der Tradition schrieb er das Johannesevangelium und starb als Einziger der Zwölf nicht als Märtyrer, sondern hochbetagt in Ephesus.

Philippus

Er stammt aus Betsaida, derselben Stadt wie Petrus und Andreas. Im Johannesevangelium ist er der Nüchterne. Bei der Speisung der Fünftausend rechnet er vor, dass selbst Brot für zweihundert Denare nicht reicht (Joh 6,7). Beim Abendmahl bittet er: Zeig uns den Vater. Jesus antwortet, wer ihn sieht, sieht den Vater (Joh 14,8-9).

Bartholomäus

In den drei ersten Evangelien steht nur sein Name. Viele sehen in ihm den Nathanael aus dem Johannesevangelium, der zuerst spottet: Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen (Joh 1,45-49)? Nach der Legende wurde er in Armenien bei lebendigem Leib gehäutet, daher das Messer. Seine Schädeldecke wird im Frankfurter Dom verehrt, der seit 1239 seinen Namen trägt.

Thomas

Der „ungläubige Thomas“. Er ist nicht dabei, als der Auferstandene den anderen erscheint, und sagt: Ich glaube es erst, wenn ich die Wunden berühre. Acht Tage später steht Jesus vor ihm, und Thomas spricht das stärkste Bekenntnis des ganzen Evangeliums: Mein Herr und mein Gott (Joh 20,24-29). Die Thomaschristen in Südindien führen ihre Kirche auf ihn zurück.

Matthäus

Ein Zöllner, also einer, der für die Besatzer Geld eintrieb und dafür verachtet wurde. Jesus sieht ihn an seinem Zolltisch sitzen und sagt: Folge mir. Matthäus steht auf und geht mit (Mt 9,9). Danach feiert Jesus mit ihm und anderen Außenseitern ein Fest. Die Tradition sieht in ihm den Verfasser des Matthäusevangeliums, das auch die Bergpredigt enthält.

Jakobus der Jüngere

Der Sohn des Alphäus. Außer seinem Namen weiß man aus der Bibel über ihn fast nichts. Die westliche Tradition hat ihn lange mit Jakobus, dem „Bruder des Herrn“ und Leiter der Gemeinde in Jerusalem, gleichgesetzt. Ob das stimmt, ist unter Fachleuten umstritten.

Thaddäus und Simon der Zelot

Die beiden werden gemeinsam am 28. Oktober gefeiert. Thaddäus, bei Johannes „Judas, nicht der Iskariot“, fragt beim Abendmahl, warum Jesus sich nur den Jüngern zeigt und nicht der ganzen Welt (Joh 14,22). Heute rufen ihn viele als Helfer in aussichtslosen Lagen an. Simon trägt den Beinamen Zelot, „Eiferer“. Er stand vielleicht der Bewegung nahe, die Rom mit Gewalt vertreiben wollte. Und er saß im selben Kreis wie Matthäus, der mit Rom zusammengearbeitet hatte. Allein das zeigt, wie verschieden diese Gruppe war.

Judas Iskariot

Er verwaltete die gemeinsame Kasse. Für dreißig Silberstücke liefert er Jesus aus (Mt 26,14-16). Danach bereut er, bringt das Geld zurück und nimmt sich das Leben (Mt 27,3-5). Auch Petrus hat Jesus im Stich gelassen. Der Unterschied: Petrus ist nach seinem Versagen zurückgekehrt, zu Jesus und zu den anderen.

Matthias

Nach der Himmelfahrt Jesu versammeln sich rund 120 Menschen in Jerusalem. Sie suchen einen Ersatz für Judas: jemanden, der von der Taufe im Jordan bis zur Auferstehung dabei war. Zwei Kandidaten stehen zur Wahl, Josef Barsabbas und Matthias. Sie beten und werfen das Los. Es fällt auf Matthias (Apg 1,15-26).

Apostel und Jünger: Was ist der Unterschied?

Jünger sind alle, die Jesus nachfolgen. Apostel sind die, die er aus ihnen ausgewählt und ausgesandt hat. Jeder Apostel ist also ein Jünger, aber nicht jeder Jünger ist ein Apostel.

Das Wort Apostel kommt vom griechischen apostolos und heißt „Gesandter“. Lukas erzählt, wie Jesus eine Nacht auf einem Berg im Gebet verbringt, am Morgen seine Jünger zu sich ruft und zwölf von ihnen auswählt, die er Apostel nennt (Lk 6,12-13). Markus sagt, wozu: Sie sollen bei ihm sein, und er will sie aussenden, damit sie predigen (Mk 3,14).

Der Kreis der Jünger war viel größer. Lukas erzählt von 72 weiteren, die Jesus zu zweit vorausschickt (Lk 10,1). Zu den Jüngern gehörten auch Frauen wie Maria Magdalena, Johanna und Susanna, die Jesus begleiteten und unterstützten (Lk 8,1-3). Als die Jünger Jesus bitten, ihnen das Beten beizubringen, lehrt er sie das Vaterunser. Es ist bis heute das Gebet aller, die ihm folgen, nicht nur der Zwölf.

Warum gerade zwölf Apostel?

Die Zahl ist kein Zufall. Israel bestand aus zwölf Stämmen, die auf die zwölf Söhne Jakobs zurückgehen. Es ist das Volk, dem Gott am Sinai die Zehn Gebote anvertraut hat. Wenn Jesus zwölf Männer um sich sammelt, ist das ein Zeichen: Er will das Volk Gottes neu sammeln. Er selbst sagt, die Zwölf würden einmal auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten (Mt 19,28).

Der Katechismus greift das auf: Jesus lässt die Zwölf an seiner Sendung und Vollmacht teilhaben, und durch sie leitet er die Kirche (KKK 551). Deshalb war es der jungen Gemeinde so wichtig, nach dem Tod von Judas die Zwölfzahl wiederherzustellen. Und deshalb nennt die Offenbarung am Ende der Bibel die zwölf Grundsteine des himmlischen Jerusalem nach den zwölf Aposteln (Offb 21,14).

War Paulus auch ein Apostel?

Ja. Paulus gehörte nicht zu den Zwölf, trotzdem ist er neben Petrus der wichtigste Apostel der frühen Kirche. Er hat Jesus zu Lebzeiten nie getroffen und die ersten Christen sogar verfolgt. Vor Damaskus begegnet ihm der Auferstandene, und sein Leben kippt (Apg 9,1-19).

Paulus nennt sich selbst Apostel, berufen nicht von Menschen, sondern von Jesus Christus (Gal 1,1). Er zählt sich zu den Zeugen der Auferstehung, als Letzten und Geringsten, weil er die Kirche verfolgt hat (1 Kor 15,8-9). Weil er die Botschaft von Jesus zu den Nichtjuden bringt, heißt er „Apostel der Völker“. Seine Briefe sind die ältesten Schriften des Neuen Testaments. Er starb der Überlieferung nach in Rom als Märtyrer. Deshalb feiern Katholiken Petrus und Paulus gemeinsam am 29. Juni.

Im weiteren Sinn nennt die Bibel auch andere Apostel, etwa Barnabas (Apg 14,14). Später bekamen große Missionare den Ehrentitel. Bonifatius, der im 8. Jahrhundert auch in Thüringen wirkte, heißt bis heute „Apostel der Deutschen“.

Was ist die apostolische Sukzession?

Apostolische Sukzession heißt: Die katholische Kirche sieht in den Bischöfen die Nachfolger der Apostel. Seit den Anfängen wird dieses Amt durch Handauflegung von Bischof zu Bischof weitergegeben, in einer ununterbrochenen Kette bis zu den Aposteln.

Das Zweite Vatikanische Konzil erklärt das so: Die Sendung, die Christus den Aposteln gegeben hat, dauert bis zum Ende der Welt. Deshalb haben die Apostel dafür gesorgt, dass andere nach ihrem Tod ihren Dienst übernehmen (Lumen gentium 20). Der Katechismus unterscheidet dabei genau (KKK 860). Was nicht weitergegeben werden kann: Zeuge der Auferstehung zu sein und Fundament der Kirche. Was weitergeht: der Auftrag, die Kirche zu lehren, zu heiligen und zu leiten. Nur Bischöfe können deshalb andere zu Priestern und Bischöfen weihen (KKK 1576).

Petrus hat darin eine eigene Rolle. Jesus hat ihn an die Spitze der Zwölf gestellt. Sein Nachfolger ist der Bischof von Rom, der Papst, der mit allen Bischöfen zusammen ein Kollegium bildet (KKK 880–882). Warum das so ist und welche Einwände es gibt, erklärt der Artikel über das Papsttum.

Hier liegt einer der großen Unterschiede zwischen den Konfessionen. Die evangelischen Kirchen verstehen „apostolisch“ vor allem als Treue zur Lehre der Apostel, wie sie in der Bibel steht. Eine Weihekette halten sie dafür nicht für entscheidend. Mehr dazu findest du unter katholisch und evangelisch. Im Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel bekennen Katholiken wie Protestanten die „eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“. Apostolisch heißt: auf die Apostel gegründet, ihrer Lehre treu und bis heute von ihren Nachfolgern geleitet (KKK 857).

Was die Apostel dir heute sagen können

Die Zwölf waren keine Elite. Fischer, ein Zöllner, ein politischer Hitzkopf, ein Zweifler. Jesus hat nicht die Besten ausgewählt, sondern die, die er wollte. Und dann hat er sie verändert, nicht über Nacht, sondern über Jahre, mit Rückfällen.

Keiner von ihnen hat alles verstanden, als er aufbrach. Das kam später, spätestens an Pfingsten. Falls du glaubst, du müsstest erst fertig sein, bevor du dich auf Gott einlässt: Die Apostel waren es auch nicht.

  • Lies eine Berufungsgeschichte. Etwa Joh 1,35-51, wie Andreas, Petrus, Philippus und Nathanael zu Jesus kommen. Tipps zum Einstieg findest du unter wie man die Bibel liest.
  • Such dir einen Apostel, der zu dir passt. Den Zweifler Thomas, den Heißsporn Petrus, den Nüchternen Philippus. Lies, was über ihn erzählt wird, und frag dich, wo du dich wiederfindest.
  • Frag nach Jesus selbst. Die Apostel haben nicht für eine Idee ihr Leben riskiert, sondern für einen Menschen. Wer er war, historisch und im Glauben, steht im Artikel Wer war Jesus?.
  • Geh nicht allein. Jesus hat die Zwölf als Gruppe berufen und die 72 zu zweit ausgesandt. Glaube wächst mit anderen. In der Runde tauschen sich junge Leute aus Thüringen genau darüber aus.

Petrus ist gefallen und wieder aufgestanden. Thomas hat gezweifelt und dann klarer bekannt als alle anderen. Du musst nicht besser sein als sie, um anzufangen.

Häufige Fragen

Wie heißen die 12 Apostel?

Nach dem Matthäusevangelium (Mt 10,2–4): Simon Petrus, sein Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot. Lukas nennt statt Thaddäus „Judas, Sohn des Jakobus“ und Simon „den Zeloten“. Nach dem Tod von Judas Iskariot wurde Matthias per Los nachgewählt.

Wer war der Lieblingsjünger von Jesus?

Das Johannesevangelium spricht mehrmals von „dem Jünger, den Jesus liebte“, nennt aber keinen Namen. Er liegt beim letzten Abendmahl an der Brust Jesu und steht unter dem Kreuz, wo Jesus ihm seine Mutter anvertraut (Joh 19,26–27). Die kirchliche Überlieferung sieht in ihm den Apostel Johannes, den Sohn des Zebedäus. Viele Bibelwissenschaftler halten die Frage für offen, die Tradition ist aber alt und gut begründet.

Wie sind die Apostel gestorben?

Sicher belegt ist in der Bibel nur der Tod von Jakobus dem Älteren: Herodes Agrippa ließ ihn um das Jahr 44 mit dem Schwert hinrichten (Apg 12,2). Für Petrus und Paulus ist das Martyrium in Rom früh bezeugt, wohl unter Kaiser Nero. Für die anderen gibt es Überlieferungen und Legenden aus späteren Jahrhunderten. Nach der Tradition starb nur Johannes nicht als Märtyrer, sondern alt in Ephesus.

Gab es auch weibliche Apostel?

Zu den Zwölf gehörten nur Männer. Frauen wie Maria Magdalena, Johanna und Susanna gehörten aber fest zum Kreis um Jesus und unterstützten ihn (Lk 8,1–3). Maria Magdalena trägt seit alter Zeit den Ehrentitel „Apostelin der Apostel“, weil sie den Aposteln als Erste die Auferstehung verkündete. 2016 hat der Vatikan ihren Gedenktag am 22. Juli zu einem Fest erhoben, im selben Rang wie die Apostelfeste. Paulus grüßt in Röm 16,7 außerdem eine Junia, die „unter den Aposteln“ angesehen sei.

Welcher Apostel hat Jesus verraten?

Judas Iskariot. Er war einer der Zwölf und verwaltete die gemeinsame Kasse. Für dreißig Silberstücke lieferte er Jesus an die Hohenpriester aus (Mt 26,14–16) und führte die Wachen in den Garten Getsemani. Danach bereute er, gab das Geld zurück und nahm sich das Leben (Mt 27,3–5). Warum er es tat, sagen die Evangelien nicht eindeutig. Die Kirche urteilt über sein ewiges Schicksal nicht.

Welche Symbole haben die Apostel?

In der Kunst erkennt man die Apostel an Attributen, meist an dem, womit sie der Überlieferung nach starben oder was sie auszeichnete. Petrus trägt Schlüssel, Andreas ein schräges X-Kreuz, Jakobus der Ältere Pilgerhut und Muschel, Johannes einen Kelch, Bartholomäus ein Messer, Thomas ein Winkelmaß oder eine Lanze, Matthäus einen Geldbeutel oder eine Hellebarde, Simon eine Säge und Judas Thaddäus eine Keule. Matthias wird oft mit Beil gezeigt.

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